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Prickelndes Erlebnis für den Schwimmteich – Duschen!

Nährstoffquelle Badegast

Im Spätherbst oder Winter mag die Vorstellung von sommerlicher Wärme noch weit entfernt sein, besonders für die Menschen, die noch keinen Schwimmteich ihr Eigen nennen. Die meisten Schwimmteichbesitzer fiebern dem Augenblick des Anbadens entgegen. Doch die Wenigsten machen sich Gedanken darüber, was so ein Vorgang an Folgen für den Schwimmteich mit sich bringt.

Die Funktion des Schwimmteiches beruht auf biologischen Filtrierungsprozessen, die abhängig von Temperatur, Fließgeschwindigkeiten, Filtersubstraten und Nährstoffgehalten sind. Als Regel gilt: Je höher die Nährstoffgehalte des Wassers, desto stärker das Algenwachstum. Die größte Rolle hierbei spielen die Phosphate, deren Gehalt gilt es auf einen Wert geringer als 0,03mg/l im Badewasser zu beschränken. Kaum ein Badegast aber ist sich im Klaren darüber, welche Mengen an Nährstoffen er selbst ins Wasser einträgt. Praxisorientierte Untersuchungen haben einen ergeben, dass jeder Badegast bis zu 45,6 mg Gesamtphosphor in den Schwimmteich eintragen kann (siehe in DER SCHWIMMTEICH 1/05, S. 122 ff). Dazu kommen Keime und Bakterien als zusätzliche Belastung des Badewassers.  Die Ursachen dafür liegen in der großen Oberfläche unserer sich ständig erneuernden Haut und in unserer Umwelt, in der überall Keime lauern.

Doppel D als Lösung – Duschen und Durchschreitebecken verhindern Nährstoffeinträge

Die Biologie in fachgerecht geplanten und gebauten Schwimmteichen ist stark genug, um selbst mit großen Belastungen klar zu kommen. Unterstützung beim Abbau oder der Festlegung von Nährstoffen erhalten die Mikroorganismen im Schwimmteich durch eine ganz simple Lösung: duschen vor dem Baden ist angesagt. Was bei konventionellen Bädern schon immer Gang und Gebe war, musste sich bei Schwimmteichen erst noch etablieren. Dabei leuchtet es ein: wäscht man lose sitzende Hautschuppen oder oberflächliche Keime und Sonnencreme vor dem Baden ab, hat die Biologie entlastet das den Schwimmteich. In den Regelwerke zu Schwimm- und Badeteichen wie der FLL-Empfehlungen für Planung, Bau, Instandhaltung und Betrieb von Schwimm- und Badeteichanlagen (2003) hat dieser Aspekt Eingang gefunden. In den o.g. Werken wird empfohlen, an jedem Zugang eines öffentichen Bades zum Schwimmteich hin eine Kaltwasserdusche zu installieren. Das Duschwasser gelangt aber nicht in den Schwimm- und Badebereich sondern wird abgeleitet. Für die Duschstelle empfiehlt sich eine befestigte Fläche von mind. 2 m Radius und sie sollte so angelegt sein, dass er zur Nutzung anregt (FLL-Empfehlung 2003).

Die Empfehlungen gelten zwar nur für die kommunalen Schwimmteiche, aber der engagierte Schwimmteichbesitzer darf sich hier inspirieren lassen, die Qualität seines privaten Schwimmteiches Naturbades zu optimieren. Damit verhindert er neben dem Eintrag von Phosphaten auch den Eintrag von Bodenmaterialien und Rasenschnitt.

Um den Eintrag von Bodenpartikeln und Rasenschnitt ins Becken zu verhindern, wird in öffentlichen Bädern der Zugang zum Becken über Durchschreitebecken empfohlen. Je nach Form, empfiehlt sich für diese Becken ein Größe von 9-18 qm und eine Wassertiefe von rund 0,1-0,15 m.

Wichtig bei der Anordnung der Duschen: die Hauptwindrichtung berücksichtigen um nicht alle Badegäste in der Umgebung unfreiwillig mit duschen zu lassen. Um Duschen als Brutstätten für Legionellen auszuschalten, müssen sie gut zu reinigen sein und über einen Anschluss für die Trinkwasserversorgung verfügen. Als privater Schwimmteichbesitzer unterliegt man diesen Vorschriften nicht. Aber wie bereits verdeutlicht, unterstützt man mit dem Duschen die Effektivität und Sauberkeit des Schwimmteiches. Stehen Sie kurz vor dem Bau Ihres Schwimmteiches, ist es ein Leichtes einen Duschplatz zu integrieren. Selbst Nachrüsten ist häufig kein Problem, da günstige Gartenduschen portabel und einfach zu installieren sind. Der Anschluss an die Trinkwasserversorgung erfolgt dann über den Gartenschlauch. Und optisch sind viele Duschen ein Leckerbissen für den Schwimmteich.

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Schwimmteichinformationen im Überblick

Quellen:
de.wikipedia.org/wiki/Legionellen
www.chemie.hu-berlin.de/Main/studium/Vortragsskript_Kauschka.pdf

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