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Passender Belag - Holz im Schwimmteich

Der Werkstoff Holz verbindet Atmosphäre mit technischem Nutzen. Schwimmteiche sind ohne Stege oder Holzdecks aus Holz kaum mehr vorstellbar. Doch all diese Konstruktionen sind mehr oder minder direkt dem Wasser ausgesetzt. Entweder stehen sie direkt im Wasser oder sind als schwebende Terrassen darüber aufgeständert. Durch den ständigen Einfluss der Witterung, den Ablagerungen von Laub, Schmutz, Algen oder Erde trocknen die Hölzer nur langsam ab und die Verletzungsgefahr steigt. Die Ansprüche sind dementsprechend hoch: Hölzer dürfen nicht schüsseln, möglichst nicht veralgen, dauerhaft und einfach zu verarbeiten sein. Von der technischen Seite her gibt kaum unterschiedliche Auffassungen: die Lagerhölzer sollten in max. 50 cm Abständen verlegt werden, um den Effekt des Durchbiegens und den Wippeffekt zu vermeiden. Die einzelnen Bretter sind  ca. 120 mm breit, um ein schnelles Ablaufen des Regenwassers zu gewährleisten.

Immer wieder stellt sich dabei die Frage, welche Holzarten man verwenden soll. Einheimische Hölzer wie Fichte oder Kiefer scheiden durch ihre Kurzlebigkeit aus. Trotz Kesseldruckimprägnierung (KDI) der splintfreien Hölzer ist die Dauerhaftigkeit für den Teichbereich nicht ausreichend. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Dauerhaftigkeit dieser Hölzer in ständigem Erdkontakt mit max. 10 Jahren angegeben werden kann. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die imprägnierenden Salze unter ständigem Wassereinfluss aus den Hölzern lösen können und damit Borate und Chromate ins Badewasser gelangen. Der Verzicht auf KDI-Hölzer schützt vor Gesundheitsgefährdungen und versteht sich von selbst. Im Schwimmteich verwendet man solche Hölzer besser nicht. An nicht imprägnierten Hölzern kommen Lärche, Douglasie oder Eiche oder Tropenhölzer wie Bongossi oder Bankirei in Frage. Nadelhölzern wie Lärche oder Douglasie sind durch Ihren hohen Harzgehalt sehr dauerhaft, allerdings können Harzgallen bei Stegen auch so manche Badehose ruinieren.

Achten Sie auf harzfreie, lang abgelagerte Hölzer. Die Dauerhaftigkeit bei Erdkontakt ist mit 10-15 Jahren, bei Eiche bis 25 Jahre deutlich besser als bei Fichte oder Kiefer. Auf Tropenhölzer wird bisher noch nicht verzichtet, trotz mehr häufiger auftretender Diskussionen über ihre teils zweifelhaften Herkünfte. Dauerhaft sind sie auf alle Fälle. Schwierig sind Tropenhölzer in der Bearbeitung durch ihre Härte. Sägen und Bohrer werden sehr schnell stumpf. Alternativen gibt es mittlerweile reichlich, angefangen von spezial behandelten einheimischen Holzarten bis hin zu Kunststoffen mit Holzoptik. Recyclingprodukte aus Kunststoff lassen sich leicht bohren und schneiden, sind dauerhaft und beständig. Haben aber den Nachteil, dass die emotionale Wärme und das Gefühl der Naturnähe nicht so recht aufzukommen mögen. Das trifft auch auf Stahl oder Aluminium zu, die einem Schwimmteich ein modernes Aussehen geben, aber auch deutlich teurer und schwerer zu verarbeiten sind. Beeinflussungen der Badewasserqualität sind bei Metall oder Kunststoff im Gegensatz zu Holzprodukten kaum zu erwarten.

Die Verwendung von Hölzern für Stege, Brücken und Handläufe setzt besondere Kenntnisse voraus. Die Hölzer arbeiten durch den wechselnden Feuchtigkeitsgehalt stark, müssen also vor Verwerfungen (Schüsseln) und Rissen bzw. Abscheren durch besonders dauerhafte Befestigungen gesichert werden. Der direkte Hautkontakt der Badegäste mit dem Holz erfordert absolut sauber verarbeitetes Material, damit weder durch Splitter noch durch Schrauben Verletzungen entstehen.

Weitere Informationen:

-          Quelle: Informationsdienst Holz, 40476 Düsseldorf

-          Österr. Gesellschaft f. Holzforschung  (www.holzforschung.at)

-          Dt. Gesellschaft f. Holzforschung, München (www.dgfh.de)

-          Bundesforschungsanstalt f. Forst- und Holzwirtschaft, 21031 Hamburg

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