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Die Technik und folglich auch die Elektrizität hält Einzug im Schwimmteich. Aber wie geht man mit Pumpen, Unterwasserscheinwerfern, Gegenstromanlagen & Co um? Welche Mindestanforderungen gelten und wer definiert sie?

Spezielle Regeln zum Einbau von elektrifizierter Technik in Schwimmteichen gibt es noch nicht. Man muss sich also in Nachbargewerken umschauen und nach übertragbaren Normen und Richtlinien suchen. Anleihen findet man im Schwimmbadbau, dem der Bau von Schwimmteichen wohl am nächsten kommt. Dort gibt es ganz klare Anweisungen für den Umgang mit Elektrizität.

Größte Priorität wird an die Sicherheit der Badegäste gestellt. Unstrittig, dass diese Forderung in Schwimmteichen ebenfalls an oberster Stelle steht. Alle technischen Einrichtungen müssen daraufhin geprüft und mit dem VDE-Zeichen versehen sein. Da elektrische Geräte in der Regel mit 230 V Spannung betrieben werden, dürfen Badegäste nicht mit stromführenden Geräteteilen in Kontakt kommen. In Schwimmteichen trifft dies besonders auf Pumpen zu, die in privaten und kommunalen Bädern eingesetzt werden. Aus Kostengründen versenkt der ein oder andere einfache Tauchpumpen ohne Schutz (Pumpenkammer etc.) aus dem Hobbygartenbereich im Schwimmteich. Jeder der dies tut, spielt mit der Gesundheit der Badegäste. Denn frei im Wasser dürfen nur Pumpen mit Niederspannung (12 V) verwendet werden.

Häufiger sind die bewährten Pumpen aus der Schwimmbadindustrie. Diese Hochleistungsgeräte sind für trockene Standorte, z. B. Pumpenbehälter oder Pumpenhäuschen konstruiert. Durch einen speziellen Aufbau werden Elektromotor und Fördertechnik so voneinander getrennt, dass auch im Unglücksfall keine Spannung an das Badewasser weitergegeben wird.

Damit nichts passiert, ist ein FI-Schalter (Fehlerstromschutzschalter) während der Arbeiten am Schwimmteich und in dessen Betrieb notwendig.

Für die Stromversorgung elektrischer Geräte (230V und mehr) schreiben die aktuellen VDE-Richtlinien vor, dass sie außerhalb eines Schutzbereiches installiert werden müssen. Dieser Schutzbereich umfasst 2,0 m seitlich vom Beckenrand und 1,0 m vom Beckenboden. Ob und wo ein Ausgleichspotential erforderlich ist, entscheidet schlussendlich der verantwortliche Elektriker. Die VDE-Normen geben dazu ebenso Hinweise wie die KOK-Richtlinien zum Bäderbau (Koordinierungskreis Bäderbau).

Ganz ähnlich verhält es sich bei der Unterwasserbeleuchtung. Die Halogenscheinwerfer mit 12 Volt Niederspannung werden von einem separat aufgestellten und entsprechend abgesicherten Transformator betrieben. Die Schutzspannung wird für den Scheinwerfer sekundär abgesichert.

Mit der Verwendung von Technik und Elektrizität finden aber nicht nur die Vorschriften des Elektrohandwerks Anwendung, sondern auch die des Gesundheitschutzes. Gemäß der Schallschutznorm DIN 4109, dürfen bei öffentlichen Anlagen Geräuschpegel von 35 dB(A) nicht überschritten werden.  Das kann auch in den privaten Bereich übertragen werden, denn lärmende Pumpen oder Sprudler können den nächtlichen Schlaf oder den Nachbarn durchaus stören.

DIN 4109: Schallschutz im Hochbau

VDE 0100 Bestimmungen vom Verband deutscher Elektrotechniker

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