


Sich nach einem anstrengenden Arbeitstag in den Schwimmteich zu stürzen ist purer Spaß. Raus aus den Kleidern und rein in den Teich. Anschließend ab auf den Steg und in der Sonne trocknen. Und das alles unter den Augen der neugierigen Nachbarn, ständig umspielt von einem kalten Windhauch. Denn häufig kommt bei der Planung von Schwimm- und Badeteichen zu kurz: Der Blick- und Windschutz.
Die richtige Lage
Sicht- und Windschutz lassen sich gut miteinander verbinden. Ein Sichtschutz muss nicht winddicht sein, sondern dient ausschließlich dem Schutz vor fremden Blicken. Seine Hauptaufgabe ist es, blickdicht zu sein. Dabei darf der Blickkontakt ruhig als Einbahnstrasse funktionieren: wenig Einblicke von außen, dafür gute Ausblicke nach draußen! Die Sicherheit darf durch den Sichtschutz allerdings nie gefährdet sein.
Ein Windschutz dagegen muss nicht blickdicht sein, sondern soll den Badenden vor kaltem Wind schützen, wenn er aus dem Schwimmteich. Dazu muss er einen warmen, geschützten Winkel bilden und so winddurchlässig sein, dass sich an heißen Sommertagen die aufgeheizte Luft nicht staut und ihn unbrauchbar macht. Nicht ganz nebensächlich: Wind trägt Verunreinigungen in den Schwimmteich, weshalb diesem Aspekt bei der Planung besondere Bedeutung zukommt.
Mauern oder ähnlich dichte Bauwerke eignen sich als Windschutz nur bedingt, denn hinten ihnen können sich unangenehme Verwirbelungen bilden. Säulenartige Auflockerungen, z. B. schmale Gehölze oder bepflanzte Rankgitter in gleichmäßigen Abständen in den Windschutzanlagen integriert, verhindern diesen `Spoilereffekt´.
Sicht- und Windschutz lassen sich heute optisch und technisch sehr gut verbinden und als Gestaltungsdetail in die Planung einbinden. Sichtschutz spielt häufig bei der Abgrenzung zu Nachbarn oder Straßen bereits bei der Einrichtung des Grundstücks eine Rolle. Windschutz dagegen kommt häufig erst bei der Erstellung von Sitzplätzen an windexponierten Stellen ins Spiel.
Bei der Verwendung von vorgefertigten Wind- und Sichtschutzwänden bedarf es einer sorgfältigen Verankerung im Boden. Je winddichter die Elemente sind, desto höher wird die Gefahr einer Beschädigung durch hohen Winddruck, also durch Windwurf. Sehr breite oder dichte Elemente sind in schneereichen Wintern gefährdet, sie leiden unter der Schneelast und brechen im schlimmsten Fall. Das gilt auch für den Fall, dass diese Elemente aus gestalterischen Gründen mit Kletterpflanzen verschönert werden sollen, deren Eigengewicht zum Zusammenbruch des Sichtschutzelements führen kann.