


Neophyten (griechisch: neo = neu; phyton = Pflanze; Einzahl: Neophyt, Mehrzahl: Neophyta eingedeutscht Neophyten) sind Pflanzen, die bewusst oder unbewusst, direkt oder indirekt vom Menschen nach 1492, dem Jahr der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus, in Gebiete eingeführt wurden, in denen sie natürlicherweise nicht vorkamen. (www.wikipedia.org)
Diese eingeschleppten Pflanzenarten stören einheimische Pflanzengesellschaften aufgrund des Konkurrenzverhaltens empfindlich. Einheimische Arten gehen zurück und können letztendlich auch aussterben. Es ist also bedenklich, dass gerade im Schwimmteich die neophytischen Arten intensive Verwendung finden und im Handel bedenkenlos angeboten werden.
Aus Deutschland sind insgesamt 23 verschiedene aquatische Neophyten-Arten bekannt (Stand: 31.12.2007). Hierbei handelt es sich ausschließlich um höhere Pflanzen, aquatische neophytische Moose oder Armleuchteralgen sind in Deutschland nicht bekannt (VAN DE WEYER & SCHMIDT 2007). 12 Arten gelten als eingebürgert, die anderen elf als unbeständig. Von diesen elf Arten werden sich jedoch einige Arten aller Voraussicht nach in der heimischen Flora etablieren (z.B. Hydrocotyle ranunculoides). Dabei hat sich die Anzahl der nachgewiesenen aquatischen Neophyten von zehn im Jahr 1980 auf 23 im Jahr 2007 mehr als verdoppelt.
Als Schwimmteichbauer arbeitet man mit und in der Natur. Um einer naturgemäßen Verantwortung gerecht zu werden, muss darauf geachtet werden, bei der Pflanzplanung für ein Gewässer keine eingeschleppten Arten einzusetzen, die in der freien Natur zu einer Belastung werden können oder schon geworden sind.
Aus obiger Tabelle sind folgende Arten für den Schwimmteichbau zur Zeit relevant:
Crassula helmsii (im Handel als Crassula recurva)
Egeria densa
Elodea-Arten (werden meist alle fälschlicherweise als Elodea canadensis gehandelt)
Hydrocotyle ranunculoides
Myriophyllum aquaticum / heterophyllum (auch als M. brasiliense erhältlich)
Sagittaria latifolia
Das Augenmerk bei der auf der Verwendung im Schwimmteich sollte auf Arten liegen, die mit dem nährstoffarmen Milieu in Badeteichen zurechtkommen und das Standardsortiment ergänzen können. Hier wären zum Beispiel Myriophyllum alterniflorum, Potamogeton lucens, Potamogeton alpinus, Characeen oder Moorbeetpflanzen zu nennen.
Autor: Carsten Schmidt, Teich und Garten Vettelschoß
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