

Grünalgen kommen in verschiedenen Organisationsstufen vor (begeißelte Einzelzellen und Kolonien, unbewegliche Einzelzellen und Kolonien). Auch die Fadenalgen sind in der Regel Grünalgen (trichale Form). Entsprechend der unterschiedlichen Formen sind auch die Größenklassen sehr unterschiedlich. Während die Fadenalgen makroskopisch sichtbar sind, sind die meisten planktischen Grünalgen mit bloßem Auge nicht sichtbar und werden aufgrund ihrer geringen Größe zum Picoplankton (Größenklasse 0,2 – 2,0 µm) gezählt.
Kieselalgen besitzen eine verkieselte Zellwand aus Silikaten. Unter günstigen Bedingungen neigen Kieselalgen meist im Frühjahr zu Massenentwicklungen und bilden auch auf Oberflächen braune, bisweilen schleimige Überzüge (Biofilme).
Die Goldalgen sind eine weit verbreitete Algengruppe, die sowohl einzellige als auch koloniebildende Arten beherbergt und ein weites Größenspektrum abdeckt (Pico- bis Mikroplankton; 0,2 – 200 µm). Bestimmte Arten (z.B. Dinobryon) treten im Frühjahr bei der schnellen Erwärmung des Wasser oft massenhaft auf und sind durch eine bräunliche Wasserfärbung und einen spezifischen Geruch (nach Gurken, fischig) relativ einfach zu bestimmen. In Schwimm- und Badeteichen zählen sie zu den Arten, die regelmäßig aber nicht massenhaft auftreten.
Blaualgen zählen nur rein funktional zum Phytoplankton. Als Lebewesen ohne echten Zellkern zählen sie zu den Bakterien, und werden korrekterweise als Cyanobakterien oder Cyanophyceen bezeichnet. Cyanobakterien lassen sich in kugelförmige und fädige Formen unterscheiden. Eine Besonderheit bei verschiedenen Cyanophyceen (z.B. Anabaena spec., Aphanizomenon flos-aquae) stellt die Fähigkeit dar, Luftstickstoff als Stickstoffquelle zu nutzen. In den bisher vorliegenden Untersuchungen in Schwimm- und Badeteichen wurden keine Massenentwicklungen von Cyanophyceen beobachtet.