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Sauber durch Bewegung - Filtersysteme für Schwimmteiche

Oft teilen sich die Ansichten darüber, was unter einer vollbiologischen Reinigung zu verstehen ist und welche Systeme den größten Reinigungserfolg versprechen.  Mangelt es an ausreichend Fläche, hält in manchen Schwimmteichen die Technik durch die Hintertüre wieder Einzug.

Die Lösungen zur Reinigung von Schwimmteichen entwickelten sich aus den Pflanzenkläranlagen (PKA), bei denen mit Hilfe verschiedener Substrate (Böden) und Pflanzen häusliches Abwasser gereinigt wird. In den PKA kämpft man mit den BSB5- und CSB-Werten (s. unten) eine Index für die Verschmutzung des Abwassers mit organischen und anorganischen Partikeln darstellen.

Spielen in den Kleinkläranlagen die Nährstoffe eine untergeordnete Rolle, sind sie in Schwimmteichen äußerst wichtig. Besonders Phosphate sollen aus dem Badewasser entfernt werden, um möglichst wenig Algenwachstum ertragen zu müssen.

Was sich bei dem häuslichem Grauwasser bewährt hatte, sollte auch im Badeteich funktionieren. Trotz gleicher Wurzeln, unterscheiden sich heute aber die am Markt befindlichen Systeme  von den klassischen PKA deutlich. So gibt es vertikal oder horizontal durchströmte Filteranlagen, die Filterkörper werden teils überstaut, teils intermittierend beschickt. Ein wichtiger Unterschied zu den Pflanzenkläranlagen ist dabei in der Regel dem verfügbaren  Platz geschuldet: Dimensionen, wie sie bei Pflanzenkläranlagen im Regelfall angesetzt werden, sind bei Schwimmteichen kaum vorstellbar. Gleichzeitig müssen bei Schwimmteichen – insbesondere bei kommunalen und anderen öffentlichen (Hotel-) Anlagen, große Mengen an Wasser  bewegt werden.

Eine Hilfestellung für die Berechnung eines funktionstüchtigen Filterkörpers kann die  durch den französischen Ingenieur Darcy entwickelte Strömungsgleichung geben. Mit ihrer Hilfe lässt sich die Größe, die Durchlässigkeit und die Fließstrecke eines Filterkörpers berechnen. Die Formel beschreibt theoretisch die Zusammenhänge bei der Durchströmung eines Bodens mit Wasser. Denn entscheidend bei der Reinigungsleistung eines Bodenkörpers ist die Wassermenge, die in einer bestimmten Zeit mit einer bestimmen Geschwindigkeit gefiltert wird. Erfahrungen und Versuche haben gezeigt, dass bei Schwimmteichen die Durchflussgeschwindigkeit dem jeweiligen Filtersystem angepasst werden muss, damit sessile  Mirkroorganismen und Pflanzen die Möglichkeit haben, Nährstoffe und Verunreinigungen aufzunehmen. Dazu kommt die Siebwirkung des gewählten Bodensubstrats sowie die chemischen  und physikalischen Adsorptionsvorgänge an den Bodenpartikeln.  Auch zeigte sich, dass die Elimination des Phosphors entscheidend von der Bindungskapazität des Filterkörpers abhängt. Für die effektive Filtration des abgebadeten Wassers gibt es verschiedene Ansätze: So setzen einige Systeme auf kalkhaltige Bodenkörper. der pH-Wert des Badewassers bleibt stabil (jedoch unter pH 9) und die Festlegung des Phosphors, meist als Calciumverbindungen ist sehr meist sehr erfolgreich.  Andere Systeme wiederum versuchen, den pH-Wert des Badewassers durch CO2-Zugaben soweit zu senken, dass Phosphor als Eisen- oder Aluminiumphosphate festgelegt wird. Für alle Systeme gilt: Nur wenn der Bodenkörper ausreichend und möglichst vollflächig durchströmt wird, ist er wirkungsvoll.

Je kleiner ein Filterkörper ist, desto häufiger muss der Filterkörper durchflossen werden und desto länger muss die Pumpe laufen. Sicherlich ist dies ein Ansatzpunkt, um die Regenerations- und Filterzonen möglichst klein zu halten. Allerdings lässt sich das nur mit Hilfe der Technik und einer oft nicht unbedeutenden Menge an Strom durchführen.

 

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Schwimmteichinformationen im Überblick



[1] BSB5: biologischer Sauerstoffbedarf nach fünf Tagen.Gibt den Sauerstoffbedarf im Abwasser lebender Saprobien an. Wird in der Regel nach 5 Tagen gemessen.

CSB: chemischer Sauerstoffbedarf. Gibt den Sauerstoffbedarf an, die benötigt wird, um einen Stoff gemäß seines chemischen Formel in Wasser und Kohlendioxid umzuwandeln.

de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenkl%C3%A4ranlage
de.wikipedia.org/wiki/Phosphat

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