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Baustoff HOLZ im, am und um den Schwimmteich

Für die Funktionalität und optische Aufwertung eines naturnahen Badegewässers wie Schwimmteich oder Naturpool sind Bauteile wie Umrandungen, Pooldecks, Liegeflächen, Stege, Terrassen und auch Sichtschutzbauten eine sinnvolle Ergänzung. Damit sich derartige Bauteile optisch  gut in das gärtnerische Gesamtkonzept einfügen und den Umweltgedanken des natürlichen Badegewässers fortsetzen ist Holz das ideale Baumaterial.

Die Kombination und das Wechselspiel der Elemente Wasser und Holz hat seinen ganz besonderen Reiz und wird nach den Jahren der Beton- und Fliesenära wieder verstärkt eingesetzt. Der natürliche, nachwachsende Rohstoff Holz bietet gestalterisch die Möglichkeit zu großer Kreativität, ist gut zu bearbeiten, leicht verfügbar und relativ preiswert.

Außerdem gelangt Holz nach Beendigung seiner Lebensdauer wieder in den biologischen Kreislauf oder kann zu 100 % recycelt werden. Hat man sich für das Baumaterial Holz entschieden, stellt sich natürlich die Frage nach der Haltbarkeit und Dauerhaftigkeit des Materials. Dies gilt besonders für Bauteile die vielen wechselnden Witterungsbedingungen und Belastungen ausgesetzt sind. Zahlreiche Holzarten können im Außenbereich nicht eingesetzt werden da sie die an sie gestellten Anforderungen nicht oder nur bedingt erfüllen. Deshalb ist es unerlässlich sich über die verschiedenen Holzarten und deren  Eigenschaften und Verwendungszwecke zu informieren.

So lässt sich zum Beispiel für den Bau einer Sichtschutzwand eine andere Holzsorte verwenden als für die Erstellung einer Teichumrandung. Grundsätzlich sollten für den Außenbereich nur Hölzer der Resistenz- bzw. Dauerhaftigkeitsklasse Klasse 1-3 verwendet werden. Diese Klassifizierung wird z.B. in den Tabellen nach DIN EN 350-2 dargestellt. Nun gibt es eine Vielzahl von Holzsorten die den gewünschten Anforderungen entsprechen sodass das Sprichwort zur Anwendung gelangen könnte: Wer die Wahl hat – hat die Qual.

Neben mehreren Tropenholzarten, können natürlich auch heimische Holzarten verarbeitet werden. Darüber hinaus eignen sich weiterhin sogenannte modifizierte Hölzer wie z.B.: Thermoholz oder andere für den Einsatz am Schwimmteich oder Naturpool. Und last but not least erobern  zunehmend Kunstholzprodukte, sogenannte WPC´s aus dem ursprünglich amerikanischen Markt den Terrassen- und Pooldeck- Markt in Europa.

Egal für welche Baumaßnahme an einem naturnahen Badegewässer man sich entscheidet, bei der Auswahl der richtigen Holzart, bei der auch die Kosten eine Rolle spielen, ist es ratsam sich bei durch die fachlich versierten Mitglieder der Deutschen Gesellschaft f. naturnahe Badegewässer beraten zu lassen.

"Natürliche" Holzarten

Die Anforderungen für den Einsatz von Holz im Außenbereich bei naturnahen Badegewässern erfüllen viele Tropenholzarten wie Bankirai, Bongossi, Massaranduba, Kambala, Teak und viele mehr. Aus Umweltschutzgründen sollten allerdings Tropenhölzer nur sehr bedingt zum Einsatz kommen. Der weltweite, zunehmende Verlust von Regenwald ist extrem hoch. Falls doch Tropenholz verarbeitet werden soll - nur zertifiziertes Holz verwenden. Leider ist auch dann keine Garantie gegeben, dass das Material aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Auch die Siegel des größten, weltweiten Zertifizierers dem FSC (Forest Stewardship Council)werden teilweise gefälscht. Sicherheit bietet nur die direkte Überprüfung der Zertifizierungsnummer des Anbieters oder der Ware beim FSC Deutschland.

Da Tropenhölzer sehr hart sind müssen alle Schraubverbindungen vorgebohrt werden. Bedingt durch die hohe Dichtigkeit dieser Hölzer sind sie auch entsprechend schwer und somit schwieriger zu transportieren und zu bearbeiten als anderes Holz. Einige Tropenhölzer können mit ihrem roten Farbstoff andere Materialien verfärben. Wer umweltbewusst handelt verwendet besser keine oder nur wenig tropische Hölzer, sondern nutzt die vielen anderen Möglichkeiten für seine Baumaßnahmen.

Gut geeignet sind heimische Holzsorten wie z.B. Eiche, Robinie, Lärche oder Douglasie. Eiche und Robinie sind im allgemeinen Handel nur schwer zu finden und entsprechend teuer. Ebenso wie bei Tropenhölzern sollte das harte Eichenholz bei Schraubverbindungen vorgebohrt werden. Die im Eichenholz enthaltene Gerbsäure kann in Verbindung mit Metall unschöne Holzverfärbungen hervorrufen. Alle Holzarten sollen nur mit nichtrostenden Edelstahlschrauben verbunden werden.

Preisgünstiger als Tropenholz, Eiche und Robinie sind Lärchen- und Douglasiendielen.  Speziell bei sibirischer Lärche sollte auf eine Zertifizierung der Ware geachtet werden da wie im Regenwald leider auch in den sibirischen Wälder viel Raubbau betrieben wird.

Neben den völlig naturbelassenen Hölzern eignen sich zum Terrassenbau auch noch druckimprägnierte Kiefernholzdielen. Sogenanntes KDI (Kesseldruckimprägnierung) Holz ist leicht zu verarbeiten und relativ preisgünstig. Infrage kommen allerdings nur Imprägnierungen mit umweltverträglichen Borsalzen. Außerdem ist darauf zu achten, dass das Imprägnierungsverfahren über ein Prüfzeichen wie RAL oder DiBt verfügt.

Bedingt durch den hohen Auswaschungsgrad ist KDI- Holz jedoch nicht für die unmittelbare Gewässernähe geeignet. Auch KDI-Holz bietet keine Dauerhaftigkeit der Hölzer mit Dauerhaftigkeitsklasse 1-2, sodass bei der Verarbeitung besonders auf Maßnahmen zum konstruktiven Holzschutz geachtet werden muss. (hvm) 

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Kesseldruckimpr%C3%A4gnierung
www.nabu.de/m07/m07_05/08051.html
www.fsc-deutschland.de
www.regenwaldschutz.de/hlz_ze2.shtml
de.wikipedia.org/wiki/Douglasie
de.wikipedia.org/wiki/L%C3%A4rche
http://www.cellulose-papier.chemie.tu-darmstadt.de/Deutsch/Vorlesungen_und_Veranstaltungen/Vorlesungen/Nachwachsende_Rohstoffe/PDF/08_Holz.pdf

http://www.holzfragen.de/seiten/dauerhaftigkeitsklassen.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Thermoholz
http://de.wikipedia.org/wiki/Robinie

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