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Gattungen Mougeotia und Spirogyra

Die Gattungen Mougeotia und Spirogyra entwickeln sich unter schwach alkalischen, neutralen oder sauren Bedingungen. Mougeotia und Spirogyra wachsen als einfache, unverzweigte Fäden, deren Einzelzellen gleichwertig und physiologisch selbständig sind. Die Fäden sind mit einer Gallertschicht umgeben, wodurch sie sich schleimig anfühlen. Sie können mit einer Rhizoidzelle auf dem Substrat festsitzen, entwickeln sich aber nach längerem Wachstum auch losgelöst und können frei im Wasser flottieren.

Die Beobachtungen, dass Mougeotia und Spirogyra ihre größten Vorkommen im Freiland im Frühjahr und Sommer bilden, wenn sie durch eine hohe Lichteinstrahlung gefördert werden, sind durch Experimente bei unterschiedlichen Lichtintensitäten untermauert worden. Liegen dann noch zusätzlich erhöhte Phosphor- und Stickstoffkonzentrationen vor, wird Spirogyra sp. zur erfolgreichsten Fadenalge. Die Phosphorkonzentrationen, bei denen es zu einem Dominanzwechsel in der Algengesellschaft zu Gunsten von Spirogyra sp. und Mougeotia sp. kommt, liegen über 0,01 mg P l-1).

Temperatur, Einstrahlung und gelöster Kohlenstoff sind als die wichtigsten wachstums-beeinflussenden Faktoren von Mougeotia anzusehen. Als optimale Kulturbedingungen wurden Temperaturen von 25 °C bzw. 26 °C und Strahlungsintensitäten zwischen 300-2300 µmol quanta m-2 s-1 ermittelt. Eine Absenkung des pH-Wertes auf 4,7 in Freilandexperimenten führte zu einer zunehmenden Bedeutung von Mougeotia-Arten in der Algen-Biozönose, was auf die veränderte Verfügbarkeit von anorganischem Kohlenstoff zurückgeführt wird. Aber auch unter alkalischen Bedingungen scheint sich Mougeotia sp. den Gegebenheiten anzupassen.

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