

Als besonders wichtige Faktoren für das Wachstum von Cladophora werden die Wassertemperatur und das Licht angesehen. Temperaturen von unter 13 °C beeinträchtigen das Vorkommen von C. glomerata, während bei 20 °C und einer Belichtung bis zu 600 µmol quanta m-2 s-1 die höchsten Wachstumsraten vorliegen. Die Toleranz von C. glomerata gegenüber hohen Lichtintensitäten lässt sich durch zahlreiche Funde von oberflächennaher Besiedlung trüber Gewässer bestätigen. In klaren Gewässern, wie dem Zürichsee, kommt C. glomerata dagegen bis zu 10 m Tiefe vor.
C. glomerata findet sich häufig in Bächen mit hohen Kalzium-Bikarbonat-Gehalten und pH-Werten von 7,7 - 8,8, während saure Gewässer gemieden werden. Niedrigere Werte rufen bei den Pflanzen anomales Wachstum hervor. - C. glomerata verfügt über drei Kohlenstoff-Aufnahme-Mechanismen, was in kalkarmen Gewässern und in Seen mit biogener Entkalkung im Sommer von Vorteil sein kann.
Gattung Oedogonium
Die Gattung Oedogonium kommt weltweit vor und ist mit 465 Arten überwiegend im Süßwasser verbreitet. Vegetatives Wachstum findet unter nährstoffreichen Bedingungen statt. Oedogonium-Arten bevorzugen flache Bereiche in Gewässern und entwickeln unter windstillen Bedingungen Watten, die große Flächen bedecken können. Kulturversuche zeigten, dass für das vegetative Wachstum der Bedarf an Phosphor über dem von Stickstoff und Spurenelementen liegt. Als optimale Temperaturen gelten 20 bis 25 °C, bei denen unter Labor-Kulturbedingungen die höchsten Photosyntheseraten gemessen wurden. Gehen die Temperaturen darüber hinaus, neigt Oedogonium sp. zu massiver Zoosporenbildung und zum Auseinanderbrechen der Fäden.
Kommen sie in kalkreichen Gewässern bei pH-Werten über 7 auf Wasserpflanzen wie Potamogeton und Elodea vor, sind die Fäden gewöhnlich mit Kalkkrusten bedeckt, die durch eine hohe Photosynthese hervorgerufen werden und sich hemmend auf die weitere Entwicklung auswirken.