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Fadenalgen in Schwimm- und Badeteichanlagen sind immer wieder Gegenstand der Diskussion und häufig auch Ursache von Ärger und Verdruss, wenn sie im Übermaß auftreten. Dabei sind Fadenalgen keine neuzeitige Erscheinung, sondern seit jeher ein natürlicher Bestandteil der Lebensgemeinschaft von Gewässern.
Die wichtigsten Arten gehören den Gattungen Oedogonium, Cladophora, Mougeotia und Spirogyra an. In Schwimm- und Badeteichen können sie zu Beeinträchtigungen des Badebetriebs führen, da sie bei Massenentwicklungen watteartige Flocken bilden, die sich vom Substrat ablösen und durch eingeschlossene Sauerstoff-Blasen an der Wasseroberfläche auftreiben. So können während der Vegetationsperiode breite Uferstreifen mit Polstern, Büscheln oder Ballen bedeckt sein.
Gattung Cladophora
Die kleinen Pflanzen sind in der Regel einjährig, können - wie Cladophora glomerata - jedoch einmalige Nachtfröste und mit Hilfe ihrer dickwandigen Basalteile längere Perioden extremen Frosts überleben. Die Fäden von Cladophora sind verzweigt, wachsen büschelig und werden bis zu 1m lang. Sie können sich mit Rhizoiden am Substrat festheften, flottieren aber auch frei im Wasser, oder sind - im Fall von C. fracta var. fracta - immer losgelöst. Die Wuchsform und die Zellgröße variieren speziell bei C. glomerata und C. fracta innerhalb eines Standorts extrem, aber auch die ökologischen Bedingungen des Gewässers führen darüber hinaus zu besonderen morphologischen Ausprägungen.
In Pflanzen, die von einem schattigen Standort stammen, sind die Chloroplasten zu einem sehr dichten Netz verbunden und intensiv grün. Bei Pflanzen, die von einem sonnigen Standort stammen, ist das Netz dagegen sehr weitmaschig und blass-grün. Hinzu kommt, dass blasse Pflanzen üblicherweise dünner sind als dunkle.