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Pseudomonas aeruginosa

Pseudomonas aeruginosa ist ein pathogener Indexkeim, der Ohren-, Haut- und Wundinfektionen verursacht. Sein Nachweis spricht üblicherweise für eine unzureichende Wasseraufbereitung, Filterrückspülung oder unzureichende Reinigung in Beckenbädern. Allerdings liefert die gegenwärtige Nachweismethodik für Pseudomonas aeruginosa z.T. widersprüchliche, unzureichende bzw. stark schwankende Ergebnisse, die nur zu unnötigen Irritationen bei Betreibern und Überwachungsbehörden führen und seine Eignung als Markerkeim mehr als in Frage stellen.

Seine Fähigkeit, in natürlichen (bzw. naturnahen) Gewässern zu leben, spricht ebenfalls gegen die Ansprüche an einen Markerorganismus. Er ist ein ausgesprochener Wasserkeim, der zur natürlichen Mikroflora in Böden und Oberflächengewässern gehört und als die am längsten bekannte humanmedizinische Pseudomonas-Spezies gilt. P. aeruginosa ist potenziell pathogen, sehr genügsam und weist hohe Resistenzen gegenüber Desinfektionsmitteln auf. P. aeruginosa kommt überall vor wo es Feuchtigkeit gibt, an Waschbecken, Toiletten etc. Er gilt als definierter Krankheitserreger im Sinne der Trinkwasserverordnung.

Eine Infektion erfolgt über die unverletzte oder verletzte Haut sowie über die Schleimhäute, z. B. über die Berührung von Eiterherden oder die Kontamination offener Wunden und äußert sich als Entzündungen verschiedenster Organe (grüner Eiter). P. aeruginosa kann mit Pflanzen assoziiert sein. Die zahlenmäßige Begrenzung ist daher sehr umstritten. In öffentlichen Schwimmteichen konnte bisher noch keine Infektion festgestellt werden. In heißen Sommern werden allerdings auch in kommunalen Schwimm- und Badeteichen P.aeruginosa-Vorkommen nachgewiesen. Warum und ob es sich dabei wirklich um P. aeruginosa handelt soll ist kritisch nachzuprüfen.

Allerdings gibt es immer wieder Probleme bei der korrekten Bestimmung von P. aeruginosa. Da Pseudomonas-Arten wichtige kohlenstoffheterotrophe Bakterien sind, die in jedem Gewässer vorkommen (Abbau von Kohlenhydraten, Cellulose, Lignin, Chitin, Pektin, Fette und Eiweiße) muss eine Bestimmung außerordentlich gewissenhaft durchgeführt werden, um die richtige und pathogene Art zu bestimmen. So wird dieser ubiquitäre Keim z. B. aus Bodenfiltern bei zu hohen Fließgeschwindigkeiten ausgespült und findet sich dann im Badewasser wieder. Solang eine fehlerfreie Bestimmungsmethode nicht gegeben ist, darf eine Festlegung eines Grenz- oder Richtwertes in einer Richtlinie kritisch hinterfragt werden.

 

!!!! Neue Informationen zur Bestimmung von P.aeruginosa!!!

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