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Diskussion um die Wassertemperatur in Badeteichen

Baden macht Spaß. Baden im vollbiologisch gereinigten Schwimmteich macht noch mehr Spaß. Doch der Verzicht auf Chlor, mit all seinen Vorteilen birgt hier auch die Notwendigkeit auf Verzicht: wo die konventionellen Sportbäder mit Heizungen die Wassertemperatur bei geringen Lufttemperaturen auf ein angenehmes Niveau bringen können, müssen die Schwimmteiche vorschriftsmäßigen Verzicht üben.

Dabei wäre es technisch gar kein Problem. Schon durch die Bauart der Schwimmteiche, mit kinderfreundlichen flachen Ufern gestaltet, erwärmt sich das Wasser in den Uferbereichen schnell und lädt bei angenehmen Temperaturen zum Bade ein. Denselben Effekt erzielt auch die Solarstrecke, bei der das Badewasser über einen flachen Bachlauf vom Aufbereitungsbereich zurück in den Nutzungsbereich geführt wird. Technische Varianten stehen ebenfalls zur Verfügung: über Solarenergie, ob in schwarzen PE-Rohren oder in Solarpanelen genutzt, lässt sich die Wassertemperatur mit wenig Energieaufwand und damit geringen Kosten erhöhen.

Die bisher ablehnende Haltung zu warmem Badewasser ist, zumindest aus Sicht der Schwimmteich-Kritiker leicht begründet: je wärmer das Wasser ist, desto leichter vermehren sich pathogene Keime, desto größer sei also die Gefahr, sich beim Baden mit Krankheiten zu infizieren, wobei lt. einhelliger Meinung unabhängiger Hygieniker auch bei 29° Wassertemperatur keine Gefahr für die Gesundheit ausgeht. Trotzdem lautet die Empfehlung des Umweltbundesamtes , die Wassertemperaturen in Schwimmteichen nicht über 23 Grad Celsius ansteigen zu lassen. Niederschlagen soll sich dies in einer Empfehlung der Badewasserkommission für Schwimmteiche.

Die FLL-Richtlinien für öffentliche Schwimm- und Badeteiche haben sich dieser Meinung nur bedingt angeschlossen. Diese Vorschrift ist jedoch gegen die Interessen von Betreibern und Badegästen, die mit erhöhter Wassertemperatur gerne die Badesaison verlängern würden. Untersuchungen in verschiedenen öffentlichen Schwimmteichen haben gezeigt, dass in gut geplanten und gebauten Schwimmteichen trotz höherer Wassertemperaturen die vorgeschriebenen Grenzwert pathogener Keime nicht überschritten wurden. Weitere Informationen enthält eine 3- jährige Studie, die bei der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer angefordert werden kann.

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