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Pressemitteilung: Mit allen Wassern gewaschen: Die Qualifizierung zum Schwimmteichbauer

Die Qualifizierung zum Schwimmteichbauer geht 2013 ins siebte Jahr, das, wie es aussieht, keineswegs ein verflixtes werden wird. Den Kinderschuhen entwachsen, hat sich die von der Deutschen Gesellschaft für naturnahe Badegewässer (DGfnB) entwickelte Fortbildung zu einer festen und anerkannten Größe im Garten- und Landschaftsbau gemausert.

 

Michael Nothnagel war einer der Ersten. Als die Qualifizierung zum Schwimmteichbauer im Januar 2007 erstmals an den Start ging, meldete er sich ohne zu zögern an und absolvierte die sieben Lehrgangsmodule in damals noch 15 Monaten. „Speziell der Schwimmteichbau findet in der Ausbildung zum Landschaftsgärtner nicht statt. Somit war die Qualifizierung für mich die Chance, mich in dieses Fachgebiet intensiv einzuarbeiten und somit unabhängig zu machen“, erklärt der Inhaber des Betriebes Nothnagel Garten- und Landschaftsbau mit Sitz in Griesheim. Bereut hat er seine Entscheidung nie - ganz im Gegenteil: Inzwischen hat der Fachmann auch zwei seiner Mitarbeiter zum qualifizierten Schwimmteichbauer ausbilden lassen und ist selbst so von der Fortbildung begeistert, dass er ehrenamtlich als Lehrgangs-leiter arbeitet. Das geht neben der Arbeit in seinem eigenen Betrieb nur mit einer gehörigen Portion Überzeugung: „Man kann unglaublich viel Wissen aus dieser Ausbildung ziehen, Wissen, das aufs Wesentliche konzentriert ist und das man immer wieder anwenden kann“, sagt er. Bauen könne im Prinzip jeder, aber um Probleme zu lösen, die oft schon während der Planungs- und Bauphase auftreten, seien fundierte Hintergrundkenntnisse nötig.

Lernen von den Profis

Das sieht auch Richard Kalhofer so. Der Garten- und Landschaftsbauer mit eigenem Betrieb im Baden-Württembergischen Grünsfeld schloss die Qualifizierung zum Schwimmteichbauer im September 2012 erfolgreich ab. Seit dem ersten Kurs 2007 hat sich in der Ausbildung einiges verändert. Aus sieben fünftägigen sind sieben viertägige Lehrmodule geworden. Auch erstreckt sich die Fortbildung inzwischen lediglich über neun Monate. Nicht zulasten der Qualität, wie Michael Nothnagel einwirft: „Die Erfahrung hat gezeigt, worauf es ankommt. Der Themenmix und die Inhalte sind nach sechs Jahren sehr gut austariert, es ist eine stimmige und effiziente Gesamtkomposition“. Richard Kalhofer kann dies bestätigen.

Die Qualifizierung habe seine Erwartungen übertroffen, sagt er, und geht noch einen Schritt weiter: „Ich würde jedem, der Schwimmteiche baut, dazu raten, die Fortbildung der DGfnB zu machen. Sie steht für eine Qualitätssicherung in der Branche und verschafft umfassende Einblicke und Überblicke, die man in dieser lückenlosen und aufeinander abgestimmten Form so in Deutschland kein zweites Mal findet“. Unabhängig von einzelnen Systemanbie-tern habe er gelernt, große Zusammenhänge zu erfassen und das System Schwimmteich in seiner Gesamtheit zu begreifen. „Schwimmteiche sind bestimmt von sehr vielen Faktoren, die der Erbauer aufeinander abstimmen muss, damit der Teich als geschlossenes Ökosystem funktioniert. Je mehr man von den Prozessen im Teich versteht, desto  besser kann man die einzelnen Variablen ausbalancieren und bei Bedarf optimieren“, so Kalhofer.

Dementsprechend interessant und relevant waren für den Baden-Württemberger die speziellen Themen, die in den Modulen Bautechnik I und II, Schwimmteichökologie I und II und Planung & Pflege an der Wurzel gepackt wurden. „Alle Dozenten sind hochkarätige Experten auf ihrem Gebiet. Ob Hydraulik, Bautechnik, Chemie, Limnologie oder Biologie – ich wurde an Zusammenhänge und Erkenntnisse herangeführt, mit denen ich mich zuvor beim Bau von Schwimmteichen noch nicht in der Weise auseinandergesetzt hatte“, resümiert er. Zwischen den einzelnen Modulen gehen die Teilnehmer in ihre Betriebe zurück und setzten das Erlernte dort um. „Die enge Verknüpfung mit der realen Tätigkeit garantiert einen hohen Wissenstransfer. Skripte und Seminarunterlagen bilden wertvolle Informationsquellen und auch die Referenten und Lehrgangsleiter sind während der gesamten Ausbildungszeit für die Teilnehmer erreichbar“, erläutert Michael Nothnagel das Konzept.

Fundiertes Wissen schafft Wettbewerbsvorteile

Dadurch, dass er sein fachliches Know-How im Zuge der Qualifizierung zum Schwimmteichbauer deutlich ausbauen konnte, hat Richard Kalhofer bei der Gestaltung seiner Schwimmteiche nach eigener Aussage nun viel mehr Möglichkeiten. „Ich bin im positiven Sinne experimenteller, weil ich schlichtweg mehr weiß. Auf diese Weise entstehen Teiche, die den individuellen Gegebenheiten und den Kundenwünschen bestmöglich angepasst sind“. Das spricht sich herum: „Ich baue nun sehr viel mehr Schwimmteiche als vorher, und die Arbeit ist noch spannender geworden“, so Kalhofers positives Fazit. Fragt man Michael Nothnagel nach den Auswirkungen der Fortbildung auf sein Geschäft, hat auch er Gutes zu berichten: „Es ist zweifellos so, dass Schwimmteichbauer, die ein umfassendes Detailwissen haben, auf dem Markt eine überzeugende Qualität anbieten können“. Die Qualifizierung zum Schwimmteichbauer, sagt Michael Nothnagel habe sich nicht nur fachlich, sondern auch wirtschaftlich gelohnt. „Ich stimme Herrn Kalhofer zu, wenn er sagt, dass zufriedene Kunden immer noch die beste Werbung sind“.

Pro Jahr schließen zwischen 10 und 15 Fachleute aus dem Garten- und Landschaftsbau die Qualifikation zum Schwimmteichbauer ab. Der Lehrgang 2013 startet am 16. Januar an der DEULA in Warendorf. Alle Informationen gibt es unter www.deula-warendorf.de. Mitglieder der DGfnB bekommen einen Rabatt von rund 18 Prozent auf die Fortbildungsgebühr.

Deutsche Gesellschaft für naturnahe Badegewässer e.V.

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